Tagebuch 13.3.2018

Ich habe in letzter Zeit Deutsch weder gesprochen noch geschrieben, aber dennoch habe ich viel gelesen. Außerdem “Trotzdem ja zum leben sagen,” das psychologische Meisterwerk Viktor Frankls, das ich mit der App LingQ lese, habe ich im Bücherschrank neben meinem Bett ein paar deutsche Bücher gelegen lassen, die ich vor einigen Jahren in Deutschland gekauft habe. Unter anderem gibt es einigen Romane von Hermann Hesse, eine Sammlung Kafkas Geschichten, und Atemschaukel, den bekanntesten Roman von Herta Müller, die den Nobelpreis vor einigen Jahrzehnte gewonnen hat.

 

Gleichzeitig habe ich angefangen, “Der Steppenwolf” und “Demian” von Hesse zu lesen, und ich war davon überrascht, wie [relativ] einfach es fühlt jetzt solche Bücher zu lesen. Ich erinnere mich gut daran, als ich vor einem Jahr versuchte “Siddartha” zu lesen. Es kann auch zwar etwas mit der Menge ausländischer Wörter darin zu tun haben, aber mir war es eine fast freudlose Erfahrung. Es kann auch sein, dass, wegen ihres relativ modernen Rahmen, sind “Demian” und “Der Steppenwolf” wesentlich einfacher zu lesen. In jedem Fall beeindruckt es mir noch, wie tief der Kanon deutscher Literatur geht, besonders im Vergleich zu anderen Sprachen. Zum Beispiel finde ich es noch ziemlich schwierig, interessantes Lesemittel auf Portugiesisch zu finden. Wenn jemand irgendeine Empfehlung hat, sag mir bitte Bescheid..